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Synode tagt in Rastede |
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Weitreichende Entscheidungen
stehen auf der Tagesordnung der 46. Synode, die vom 16. bis 17.
November in der Heimvolkshochschule Rastede zu ihrer 10. Tagung
zusammen kommt. Unter anderem liegen Beschlussvorschläge zur Neuorganisation der Verwaltung und
zur Veränderung der Kirchenordnung zur Beratung und Abstimmung
vor. Von Gewicht dürften auch die Gesetzesvorlagen zur Anwendung
des Pfarrergesetzes, über die Dienstverhältnisse der
Pfarrvikare und zur Umsetzung der Pfarrstellenbewertung
sein. Thema ist auch die künftige Struktur der Jugendarbeit
und nicht zuletzt der Haushalt 2007.
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Synode beschließt tiefgreifende
Neuordnung der Kirchenleitung |
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Bei ihrer 10. Tagung ebnete
die 46. Synodale mit großer
Mehrheit den Weg zu einer synodal geprägten Kirchenverfassung.
Das bisherige „verwobene Konstrukt“ aus, Synode, Synodalausschuss
und Oberkirchenrat habe sich nicht bewährt, sagte der Synodale
Ludwig Juknat am Donnerstag vor der Synode. Bischof Peter Krug
vertrat vor den Delegierten die Auffassung, dass die Bündelung
der Kompetenzen in einem gemeinsamen Gremium die Kirche zukunftsfähiger
mache.
Die 60 Synodalen stimmten vor zahlreichen Gästen mit überwiegender
Mehrheit einem Gesetzesentwurf zu, nach dem die Kirchenleitung
künftig aus einem „Gemeinsamen Kirchenausschuss“ mit
den Mitgliedern des Oberkirchenratskollegiums, dem Präsidenten
der Synode und vier weiteren Mitgliedern der Landessynode besteht.
Weil die Veränderung einen tiefen Eingriff in die Kirchenordnung
bedeutet, wurde der Entwurf dem Rechts- und Verfassungsausschuss
zugewiesen. Er soll ihn hinsichtlich seiner Stimmigkeit zur Kirchenordnung überprüfen.
Es ist vorgesehen, das Gesetz bei der Frühjahrstagung 2007
zu verabschieden.
Darüber hinaus wurde festgeschrieben, dass das derzeit fünfköpfige
Oberkirchenrats-Kollegium auf vier Mitglieder reduziert wird. Es
besteht dann nur noch aus zwei Theologen, einem Juristen und dem
Bischof. Die Stelle des im Herbst 2007 aus Altersgründen ausscheidenden
Oberkirchenrats Prof. Dr. Dietmar Pohlmann wird nicht wiederbesetzt.
oeh |
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Synode beschließt
weitreichende Verwaltungsreform |
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Die 46. Synode der Evangelisch-Lutherischen
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einer einheitlichen Kirchenverwaltung mit einem zentralen Verwaltungsamt
in Oldenburg und sechs regionalen Dienststellen in den Kirchenkreisen.
Darüber hinaus sollen vor Ort Kirchenbüros eingerichtet
werden. Damit setzte sich die Steuerungsgruppe mit ihrem Beschlussvorschlag
gegen den Alternativantrag des Synodalen Hans-Hermann Heuer (Oldenburg)
durch, in dem sechs regionale Verwaltungsämter in der Trägerschaft
der Kirchengemeinden vorgesehen waren. Ausschlaggebend für
die Delegierten wurde in der sehr engagierten und ausführlichen
Aussprache das Argument der größeren Beschäftigungssicherheit
bei einer zentralen Anstellungsträgerschaft. „Es wird
ein größerer Pool an Solidarität geschaffen“,
hatte es der Vorsitzende der Steuerungsgruppe, der Synodale Pfarrer
Dieter Qualmann, auf den Punkt gebracht.
Damit werden die derzeit 22 Verwaltungseinheiten der Evangelisch-Lutherischen
Kirche zum 01. 01. 2008 in sechs Verwaltungsdependancen in den
Kirchenkreisen überführt. Ein entsprechendes Gesetz soll
bei der Frühjahrssynode 2007 verabschiedet werden. Bereits
im Frühjahr hatte die Synode eine Reduzierung der derzeit
elf auf sechs Kirchenkreise beschlossen.
Der Vorsitzende der Steuerungsgruppe zeigte sich überrascht
von dem klaren Ergebnis der geheimen Abstimmung. Bei 55 gültigen
Stimmen hatten 39 Synodale für den Antrag der Steuerungsgruppe
votiert, 16 waren dagegen. Der Alternativantrag war zuvor mit 35
zu 23 bei 58 gültigen Stimmabgaben verworfen worden. Qualmann
bedankte sich im Plenum bei dem Synodalen Heuer, der mit seinem
Alternativantrag „sehr konstruktiv zu Präzisierung und
Ergänzung der ursprünglichen Überlegungen“ beigetragen
habe. Im Vorfeld der Synodentagung hatte es rund 90 Eingaben zu
dem Beschlussvorschlag der Steuerungsgruppe gegeben. Noch am Morgen
des Synodenbeschlusses demonstrierten zahlreiche Beschäftigte
vor dem Tagungsgebäude gegen die Beschlussvorlage.
Der Präsident der Synode würdigte den Beschluss als „zukunftsweisend
für die Kirche“ und bedankte sich bei den Gemeinden
für die „außergewöhnlich engagierte, umfassende
und einzigartige demokratische Beteiligung.“
oeh |
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Synode verabschiedet
Haushalt
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Bei ihrer 10. Tagung hat die 46.
Synode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Rastede einstimmig
den Haushalt für das kommende Jahr verabschiedet. Er liegt mit
69,3 Millionen Euro rund eine Million Euro über dem Etat des
laufenden Jahres. Erstmals erwartet die Oldenburgische Kirche 1,5
Millionen Euro aus dem Finanzausgleich der Evangelischen Kirche in
Deutschland (EKD).
Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Oldenburg profitiert als einzige Kirche
aus den alten Bundesländern von den EKD-Mitteln. Der für Finanzen zuständige
Oberkirchenrat Wolfram Friedrichs plant mit einem Plus bei den Kirchensteuereinnahmen
von sechs bis acht Prozent in 2006 und rechnet bei dem Haushalt für 2007
mit einer Kirchensteuereinnahme von insgesamt 42,6 Euro und daher nicht mit Entnahmen
aus den Rücklagen.
oeh |
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Oldenburgische Kirche regelt
Dienstverhältnisse für angehende Pfarrer
Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Oldenburg stellt nach dem
Willen der 46. Synode in Zukunft künftig zwei Pfarrer pro
Jahr ein. Dies beschloss die 46. Synode nach lebhafter Diskussion
auf ihrer 10. Tagung am Donnerstag.
In einem weiteren Gesetz legte das Kirchenparlament fest, dass
angehende Pfarrer der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg
nach ihrem Zweiten Examen künftig frühestens nach drei
Jahren übernommen werden sollen. Bisher waren die Überbrückungsverhältnisse
für Pfarrvikare privatrechtlich mit einer Dauer von höchstens
zwei Jahren ausgestattet. Mit der Änderung werden sie nun öffentlich-rechtlich
als Kirchenbeamtenverhältnis auf Widerruf eingeordnet. |
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Evangelische Zeitung: Synode
spricht Junktim aus
Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Oldenburg knüpft ihre
finanzielle Unterstützung der Evangelischen Zeitung (EZ) an
die Weiterbeschäftigung ihres Redakteurs Hans-Werner Kögel.
Der Oldenburgischen Pfarrer, der seit Mai 2003 im Rahmen eines
Honorarvertrages in der Oldenburger Redaktion beschäftigt
war, hatte vom Lutherischen Verlagshaus zum 31. Dezember diesen
Jahres die Kündigung erhalten. Wie Oberkirchenrat Wolfram
Friedrichs in seiner Haushaltsrede vor der 46. Synode ausführte,
verknüpft die Oldenburgische Kirche „zwischen der Gewährung
der zweckgebundenen Zuweisung für die EZ und der weiteren
Beschäftigung von Pfarrer Kögel ein Junktim her.“ Die
Delegierten des Kirchenparlaments, das noch bis Freitag in Rastede
tagt, stimmten der vorläufigen Aussetzung der Zuweisung aus
Oldenburg zu. Die EZ wird von vier Kirchen der Konföderation
in Niedersachsen unterstützt. Der Beitrag der Evangelisch-Lutherischen
Kirche in Oldenburg beläuft sich auf 117 500 Euro. |
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Synode beschließt künftige
Struktur der Jugendarbeit
Mit deutlicher Mehrheit beschloss die 46. Synode am Freitag bei
ihrer 10. Tagung in Rastede die Besetzung von 40 Vollzeitstellen
in der Jugendarbeit ab 01. 01. 2009. Die MitarbeiterInnen sollen
dabei „flächendeckend und angemessen“ in allen
Regionen und Kirchenkreisen der Evangelisch-Lutherischen Kirche
in Oldenburg verteilt werden, sagte Oberkirchenrat Olaf Grobleben
in seiner Einbringungsrede und mahnte an, das „veränderte
Milieu, in dem sich Jugendarbeit künftig bewegen wird“,
strukturell aufzunehmen. Die Stellen werden, anders als in der
derzeitigen Situation, aus dem landeskirchlichen Haushalt bezahlt.
Nach einer sehr grundsätzlichen Aussprache über eine
zukunftsfähige Gestaltung kirchlicher Jugendarbeit sprach
sich die Synode auf Antrag des Synodalen Lars Dede (Hatten-Sandkrug)
für eine weitere Beratung des Konzepts im Jugend- und Bildungsausschuss
und im Ausschuss für Gemeindedienst und Seelsorge aus. Unklar
geblieben waren die Regelungen zur Beteiligung der Kirchengemeinden. „Die
Bewegung von Jugendlichen zu kirchlichen Angeboten orientiert sich
nicht an Gemeindehäusern sondern an der Attraktivität
der Angebote“, hatte der Synodale Dieter Qualmann (Oldenburg)
in einem Diskussionsbeitrag ausgeführt und dazu aufgerufen,
sich dem Veränderungsprozess in Kirche und Gesellschaft auch
im Bereich der Jugendarbeit nicht zu verweigern. |
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10. Tagung der 46. Synode
zu Ende
„Seit mehr als 25 Jahren diskutieren Synoden der Evangelisch-Lutherischen
Kirche in Oldenburg über die Notwendigkeit von Reformen“,
sagte Synodalpräsident Heinz Heinsen am Freitag vor der Presse. „Nun
sind wir endlich angekommen!“ Die 46. Synode hebe sich deutlich
ab von allen Kirchenparlamenten, die er seit 1980 erlebt habe.
Sie habe sich von Anfang an in der Verantwortung für den Reformprozess
gesehen. Die Synode ging am Freitag Nachmittag in Rastede zu Ende.
Sie hatte bei ihrer 10. Tagung unter anderem weitreichende Reformbeschlüsse
zur Kirchenleitung und zur Verwaltungsorganisation verabschiedet.
Zufrieden zeigte sich auch der Bischof der Evangelisch-Lutherischen
Kirche, Peter Krug. „Diese Synode hat unsere Kirche mit Nüchternheit
und Zuversicht zukunftsfähig gemacht.“
Der Vorsitzende der Steuerungsgruppe, Pfarrer Dieter Qualmann,
würdigte den Mut der Synodalen. Es sei nicht selbstverständlich,
wenn eigene Interessenlagen zugunsten der gesamtkirchlichen
Perspektive zurückgestellt würden.
Die 11. Tagung der 46. Synode findet am 10. und 11. Mai 2007 in
Rastede statt. |
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